Staatlicher Verlust durch Wegfall der CBD-Shops

Warum die geplante Monopolisierung ein finanzielles Desaster für das österreichische Budget ist

Die geplante Unterstellung von CBD-Blüten unter das staatliche Tabakmonopol wird von Befürwortern oft mit zusätzlichen Steuereinnahmen begründet. Eine fundierte wirtschaftliche Analyse zeigt jedoch ein völlig anderes Bild: Durch die Zerstörung des Fachhandels entgehen dem Staat massive Umsatzsteuereinnahmen, während gleichzeitig erhebliche Sozialkosten für entlassene Mitarbeiter anfallen.

Die fiskalische Gesamtberechnung

Kategorie Berechnung / Details Betrag pro Jahr
Bisherige USt-Einnahmen 20% Umsatzsteuer auf 400 Mio. € Blütenumsatz + 80,00 Mio. €
Zukünftige Tabaksteuer (Trafiken) 70% Umsatzrückgang durch Verbot, 34% Steuer auf verbleibende 120 Mio. € + 40,80 Mio. €
Netto-Steuerverlust Verlust an direkten Steuereinnahmen für das BMF - 39,20 Mio. €
Sozialkosten (Arbeitslosengeld) 1.500 entlassene Angestellte × 1.500 € × 9 Monate - 20,25 Mio. €
Umschulungskosten (AMS) 1.500 Personen × 5.000 € (einmalig) - 7,50 Mio. €
GESAMTSCHADEN IM ERSTEN JAHR Steuerverlust + Sozialkosten für das Budget - 66,95 Mio. € - 66,95 Millionen Euro

Wirtschaftliche Begründung des Schadens

Die Annahme, dass Trafiken den Umsatz der CBD-Fachgeschäfte einfach eins zu eins übernehmen können, ist ein fataler Trugschluss. Der Verkauf von CBD-Blüten erfordert intensive Beratung, Sensorik-Proben (Duft) und ein breites, qualitätsgeprüftes Sortiment. All dies ist in Trafiken auf Grund mangelnder Ausbildungsstandards, extrem begrenzter Verkaufsflächen und dem Fokus auf Tabak-Massenware nicht darstellbar.

Die logische Konsequenz: Ein dramatischer Umsatzrückgang von geschätzt 70%. Konsumenten, die auf hochwertige Blüten angewiesen sind, werden sich vermehrt über Online-Händler im liberalen EU-Ausland versorgen (z. B. Deutschland, Tschechien, Schweiz) oder auf den unregulierten Schwarzmarkt gedrängt. Der österreichische Staat verliert somit die Kontrolle und Millionen an Steuereinnahmen.

Fazit des ÖCB:

Selbst bei äußerst optimistischen Schätzungen der Tabaksteuereinnahmen zeigt sich: Die Monopolisierung von CBD-Blüten ist wirtschaftlich vollkommen irrational und destabilisiert den Markt. Österreich braucht eine faire Koexistenz und ein modernes Cannabisgesetz statt einer veralteten Zwangsenteignung.

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